3 Fakten zu GTD die Sie überraschen werden

Getting Dings Done (GTD) kann man getrost als den Superstar der Produktivitätssysteme bezeichnen. Der Ansatz des ehemaligen amerikanischen Beraters David Allen hat weltweit eine Menge Fans – auch wir bei cidpartners und natürlich das Team bei Next Action Partners arbeiten nach GTD. Klar, wer will nicht seinem eigenen Anspruch gerecht werden, Job, Familie, Freunde und die ganz persönlichen Interessen unter einen Hut bringen und sich dabei noch ganz entspannt fühlen – idealerweise ohne dafür eine Zeitmaschine bauen zu müssen? Dafür bietet GTD einen umfassenden Ansatz, der mir hilft Informationen zu verarbeiten, Entscheidungen zu treffen und letztlich die Dinge gut umzusetzen, die mir wirklich wichtig sind. GTD ist aber nicht gleich GTD…

 

Deshalb hier 3 überraschende Dinge zu GTD, die Sie vielleicht nicht wussten, aber sicher gerne früher gewusst hätten:

1. Kontexte sind oft unwichtig

Eine der spannendsten Veränderungen, die man vornimmt, wenn man mit GTD beginnt, ist das Anlegen von Kontextlisten, in denen die konkreten nächsten Schritte für einen speziellen Ort mit seinen jeweiligen Ressourcen stehen. Im Kontext „@Flugzeug“ steht dann vielleicht „Bericht XY lesen“ aber nicht „Tom anrufen“, weil man im Flugzeug lesen, aber nicht telefonieren kann. Zumindest nicht, ohne eine ganz individuelle Zugabe zu den Sicherheitsbelehrungen der Flugbegleiter des Vertrauens zu bekommen. Dabei wird oft vergessen, dass der Kalender durch die Kontexte nicht ausgedient hat. Ganz im Gegenteil versucht GTD den Kalender sogar von weniger dringenden Dingen zu bereinigen, damit die wirklich dringlichen und wichtigen Dinge sichtbar bleiben. Der Kalender ist in GTD wichtiger als Kontextlisten. Ein gut geführter Kalender wird Ihnen täglich mehr Entlastung bringen als sie glauben.

 

Anders gedacht: Kontextlisten dienen eigentlich nicht unmittelbar der Produktivität, sondern dem systematischen Aufschieben der Dinge, die wichtig aber nicht dringend sind. Aufschieben ist eine sinnvolle Taktik um wichtige Dinge später zu tun, weil man sie jetzt gerade nicht tun kann. Gefährlich wird das Aufschieben, wenn damit dringende Dinge gerade jetzt nicht getan werden, obwohl sie konkret anstehen. Das eine ist Persistenz, das Andere ist Ausweichverhalten.

2. GTD ist produktives Verschieben

…und das ist auch gut so – um es vorweg zu nehmen. Besonders für Wissensarbeiter besteht die Arbeit heute vor allen Dingen darin, zu definieren, was die Arbeit ist und sie erst dann tatsächlich zu tun. Koordination und Informationsverarbeitung sind die zentralen Aufgaben. Gelingen diese nicht, fehlen Klarheit und Fokus, die Motivation und Ergebnisqualität leiden. Im schlimmsten Fall tut man nichts oder genau das Falsche. GTD setzt hier an und führt all den „Kram“ (engl. „Stuff“), also die Commitments, die man jeden Tag – mal mehr mal weniger bewusst – eingeht, einem ganzheitlichen System und Verarbeitungsprozess zu, damit im zweiten Schritt einfach die konkreten nächsten Schritte abgearbeitet werden können.

3. GTD ist das NLP der Selbstorganisation

GTD ist genau wie das Neurolinguistische Programmieren (NLP) strenggenommen keine eigene Methode, sondern eine sinnvolle Zusammenstellung von Praktiken und Modellen, die für andere Menschen erwiesenermaßen gut funktionieren. David Allen hat sich – einfach gesagt – angesehen, was diese Menschen genau tun, die als sehr produktiv angesehen werden und hat ihre individuellen Tricks und Techniken in Bezug zueinander gesetzt. Daraus wurde GTD und das Gleiche haben die Begründer des NLP gemacht. Beobachten, schauen, was funktioniert und verwerfen, was nicht funktioniert. Die Quintessenz dieser beiden Ansätze taugt schon fast zur Lebensmaxime und ist der Ausgleich zum alltäglichen Wahnsinn:

Wenn es funktioniert, mach‘ weiter so. Wenn es nicht funktioniert, versuche etwas neues.

 

Noch Fragen? Haben Sie Lust bekommen, GTD einfach mal selbst ausprobieren?
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Picture: Essentials for getting things done by Bálint Deáki under CC0 1.0.

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