Agile Leadership

Orientierung schaffen und eigenständiges Handeln ermöglichen

Wenn sich Anforderungen schnell verändern und der beste Lösungsweg nicht im Voraus feststeht, können Führungskräfte nicht jede Entscheidung vorgeben. Mitarbeitende und Teams brauchen Spielraum, um nah an der Situation zu entscheiden, Neues auszuprobieren und aus Erfahrungen zu lernen.

Gleichzeitig braucht dieser Spielraum Orientierung. Gemeinsame Ziele, Werte und Leitplanken helfen dabei, eigenständige Entscheidungen aufeinander und auf die Organisation auszurichten.

Agile Führung verbindet deshalb Alignment und Empowerment: Ausrichtung und Abstimmung auf der einen Seite, Handlungsspielraum und Befähigung auf der anderen.

Mit unserem Align-Empower-Modell unterstützen wir Führungskräfte und Organisationen dabei, für ihre konkrete Situation eine tragfähige Balance zwischen beiden Anforderungen zu entwickeln. Dieser Gedanke bildet auch den Kern des bestehenden cidpartners-Modells für agile Führung.

Wo braucht Führung mehr Klarheit, wo mehr Freiraum?

In einem unverbindlichen Gespräch schauen wir mit Dir darauf, welche Anforderungen Führung in Deiner Organisation gerade erfüllen muss und welche Fragen sich daraus für Führungskräfte und Teams ergeben.

Wann agile Führung zum Thema wird

Agile Führung wird besonders dort relevant, wo bisherige Führungsroutinen nicht mehr zu den Bedingungen passen, unter denen Teams Entscheidungen treffen und Ergebnisse erzielen müssen.

Entscheidungen müssen näher am Geschehen getroffen werden

Wenn sich Anforderungen schnell verändern, werden lange Entscheidungswege zum Hindernis. Teams brauchen Klarheit darüber, welche Entscheidungen sie selbst treffen können und welche Leitplanken gelten.

Mehr Autonomie erzeugt neuen Abstimmungsbedarf

Wenn Teams mehr Entscheidungen eigenständig treffen, steigt zugleich der Bedarf an gemeinsamer Orientierung. Ziele, Prioritäten und geeignete Formen der Abstimmung helfen, dass Entscheidungen zusammenpassen.

Die Führungsrolle verändert sich

Führungskräfte übertragen Verantwortung und bleiben zugleich für Rahmenbedingungen, Zusammenarbeit und Ergebnisse mitverantwortlich. Führung verlagert sich damit stärker auf Orientierung, Befähigung und das Gestalten geeigneter Bedingungen.

Das Align-Empower-Modell agiler Führung

Unser Align-Empower-Modell setzt bei einer zentralen Spannung an: Teams brauchen Handlungsspielraum und gemeinsame Ausrichtung gleichzeitig.

Alignment schafft Orientierung und Abstimmung. Gemeinsame Ziele, Prioritäten und Leitplanken helfen Teams zu erkennen, worauf ihre Entscheidungen einzahlen und wo Abstimmung notwendig ist.

Empowerment erweitert Handlungsmöglichkeiten. Entscheidungsspielräume, Ressourcen und Kompetenzen ermöglichen Teams, Probleme eigenständig zu lösen, Neues auszuprobieren und auf Veränderungen zu reagieren.

Agile Führung bedeutet deshalb weder möglichst wenig Führung noch möglichst viel Autonomie. Zu viel Vorgabe kann Anpassungsfähigkeit begrenzen. Handlungsspielraum ohne ausreichende Ausrichtung kann dagegen zu unverbundenen Entscheidungen führen. Entscheidend ist eine Balance zwischen Alignment und Empowerment, die zur jeweiligen Situation passt. Das Whitepaper beschreibt diesen Kern als Balance zwischen Divergenz und Konvergenz beziehungsweise Empowerment und Alignment.

Das Align-Empower-Modell greift dafür auf die sechs Führungspraktiken des übergeordneten 3×2 Leadership Frameworks zurück: Motivieren, Vorleben und Fokussieren unterstützen Alignment, Ermöglichen, Befähigen und Innovieren unterstützen Empowerment. Die ausführliche Logik dieser sechs Praktiken gehört zum 3×2 Leadership Framework und wird dort vertieft.

Wie Alignment und Empowerment unter hohen Agilitätsanforderungen zusammenspielen, beschreibt Marc Solga ausführlich im Whitepaper „Das Align-Empower-Modell agiler Führung“. Die aktuelle cidpartners-Downloadseite stellt genau dieses Leitmodell vor.

Was agile Führung in der Organisation braucht

Empowerment bedeutet nicht, dass jede Entscheidung überall getroffen werden kann.

Teams brauchen Klarheit darüber, welche Entscheidungen sie selbst verantworten, wo Abstimmung notwendig ist und welche Rahmenbedingungen gelten.

Eigenständiges Handeln braucht einen gemeinsamen Bezugspunkt.

Ziele, Prioritäten und Leitplanken helfen Teams, ihre Entscheidungen aufeinander und auf die Organisation auszurichten, ohne dass jeder einzelne Schritt zentral vorgegeben werden muss.

Verantwortung lässt sich nicht allein dadurch übertragen, dass Führungskräfte sich zurückziehen.

Teams benötigen passende Kompetenzen, Informationen und Ressourcen. Führung schafft und entwickelt diese Voraussetzungen.

Nicht jede Aufgabe braucht dasselbe Maß an Autonomie.

Je stärker sich Anforderungen verändern und Lösungswege erst entwickelt werden müssen, desto wichtiger werden Handlungsspielraum, Lernen und schnelle Entscheidungen. Wo Vorgehensweisen stabiler und vorhersehbarer sind, kann stärker über etablierte Prozesse gesteuert werden.

Der zugrunde liegende cidpartners-Ansatz verbindet den Bedarf an agiler Führung entsprechend mit dynamischen, unsicheren und komplexen Bedingungen und mit Situationen, in denen das Wissen darüber, wie ein gewünschtes Ergebnis erreicht werden kann, begrenzt oder im Wandel ist.

Agile Führung passend zur Organisation entwickeln

Wir starten nicht mit einem festen Idealbild agiler Führung. Zunächst klären wir, welche Anforderungen Führungskräfte und Teams bewältigen müssen, wo bestehende Entscheidungswege bremsen und wo Orientierung oder Handlungsspielraum fehlen.

Darauf aufbauend konkretisieren wir, wie Alignment und Empowerment im jeweiligen Kontext zusammenspielen sollen und welche Führungspraktiken dafür besonders relevant sind.

Die Veränderungen verbinden wir mit konkreten Situationen aus dem Führungsalltag. So wird Agile Leadership nicht zum zusätzlichen Führungslabel, sondern zu einer Führungslogik, die zu den tatsächlichen Anforderungen der Organisation passt.

In einem unverbindlichen ersten Gespräch skizzieren wir gemeinsam, wo bei Euch mehr Alignment oder mehr Empowerment gefragt sein könnte und ob Agile Leadership dafür der passende Ansatz ist.

Vom Leitmodell in den Führungsalltag

Wenn Führungskräfte Agile Leadership konkret erproben und weiterentwickeln sollen, verbinden wir das Führungsmodell in unseren Angeboten zur Führungskräfteentwicklung mit Situationen aus ihrem Arbeitsalltag.

Die bestehenden cidpartners-Trainings arbeiten ebenfalls mit konkreten Fällen aus der Praxis. Agile Führung gehört dort bereits zu den möglichen Qualifizierungsthemen.

Agile Leadership weiterdenken

Das Align-Empower-Modell agiler Führung

3x2 Leadership Framework

Performance Pareto

Häufig gestellte Fragen

Agile Leadership verbindet gemeinsame Ausrichtung mit dem Handlungsspielraum, den Teams brauchen, um unter dynamischen und schwer planbaren Bedingungen wirksam zu handeln.

Im Align-Empower-Modell von cidpartners bedeutet das, Alignment und Empowerment passend zur jeweiligen Arbeitssituation auszubalancieren.

Nein. Die Führungsaufgabe verändert sich.

Wenn Teams mehr Entscheidungen selbst übernehmen, werden klare Ziele, Leitplanken und Verantwortlichkeiten umso wichtiger. Führung schafft zugleich die Bedingungen, unter denen Teams eigenständig entscheiden, handeln und lernen können.

Nein.

Selbstorganisation ist ein wichtiger Bestandteil agiler Zusammenarbeit. Agile Führung beschäftigt sich darüber hinaus damit, wie Selbstorganisation ermöglicht und gleichzeitig mit gemeinsamen Zielen, Werten und Abstimmung verbunden wird.

Das Align-Empower-Modell ordnet Autonomie und Selbstorganisation deshalb als wichtige Elemente von Empowerment ein, nicht als vollständige Definition agiler Führung.

Nein.

Unterstützung zu geben und Hindernisse zu beseitigen sind wichtige Aspekte agiler Führung. Sie bilden aber nur einen Teil der Führungsaufgabe. Ebenso relevant sind gemeinsame Ausrichtung, Befähigung sowie die Förderung von Lernen und Exploration. Das zugrunde liegende Whitepaper grenzt agile Führung deshalb ausdrücklich von einer Gleichsetzung mit Servant Leadership ab.

Alignment schafft gemeinsame Ausrichtung und Abstimmung.

Ziele, Prioritäten, Werte und geeignete Leitplanken helfen Mitarbeitenden und Teams zu erkennen, worauf eigenständige Entscheidungen einzahlen und wo Abstimmung mit anderen notwendig ist.

Empowerment schafft die Voraussetzungen für eigenständiges Handeln.

Dazu gehören Entscheidungsspielräume und Ressourcen ebenso wie Kompetenzen, Unterstützung und Möglichkeiten, neue Lösungswege zu erkunden und aus Erfahrungen zu lernen.

Das 3×2 Leadership Framework ist das übergreifende cidpartners-Leitmodell für Führung und strukturiert sechs Führungspraktiken.

Das Align-Empower-Modell wendet diese Praktiken auf eine spezifische Führungsfrage an: Wie lassen sich unter hohen Agilitätsanforderungen Alignment und Empowerment miteinander verbinden? Das cidpartners-Whitepaper beschreibt das Modell agiler Führung entsprechend als Spezifizierung des umfassenderen 3×2 Frameworks.

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