»3x2« Leadership Framework

Das Einmaleins der interpersonellen Führung

Führung soll Orientierung geben, Ergebnisse ermöglichen, Engagement stärken und Entwicklung fördern. Was dafür gebraucht wird, hängt von Menschen, Teams, Aufgaben und Arbeitsbedingungen ab.

»3×2« schafft dafür eine gemeinsame Landkarte. Das Modell ordnet zentrale Führungsaufgaben und -praktiken und hilft, Führung passend zur jeweiligen Situation auszurichten.

Dabei geht es um interpersonelle Führung, also die direkte Führung von Mitarbeitenden und Teams. Im Mittelpunkt stehen die Beziehungen und Interaktionen, über die Führung Engagement, Leistung und Entwicklung beeinflusst.

»3×2« legt keinen bestimmten Führungsstil fest. Das Modell lässt sich auf unterschiedliche Führungswelten anwenden und situativ anpassen.

Damit bringt »3×2« unterschiedliche wissenschaftliche Führungsperspektiven in einem integrativen und ganzheitlichen Bezugsrahmen zusammen.

Führungsfragen mit »3x2« sortieren

Bring eine konkrete Führungsfrage mit. In einem unverbindlichen Gespräch sortieren wir gemeinsam, was Dich gerade beschäftigt, und skizzieren, welche Perspektiven aus »3×2« dafür besonders relevant sein könnten.

So entsteht ein erster Blick darauf, welche Fragen Du genauer anschauen und wo Du weiterarbeiten kannst.

Wofür Führung gebraucht wird

»3×2« beginnt nicht bei einem bestimmten Führungsstil, sondern beim Wofür von Führung.

Mitarbeitende und Teams tragen auf unterschiedliche Weise zum Erfolg einer Organisation bei. Sie sollen Ergebnisse erreichen, sich über das unmittelbar Geforderte hinaus engagieren und mit neuen Anforderungen lernen und wachsen können.

»3×2« unterscheidet deshalb drei grundlegende Wirkungsfelder und verbindet sie mit den Führungsaufgaben Binden, Steuern und Entwickeln.

BINDEN

SICH ENGAGIEREN

Menschen unterstützen andere, bringen sich ein und übernehmen über ihre formale Rolle hinaus Verantwortung.

Führung stärkt dafür Bindung, Zugehörigkeit und die Bereitschaft, sich für Team und Organisation zu engagieren.

STEUERN

SCHAFFEN

Menschen erreichen vereinbarte Ziele und setzen Vorhaben verlässlich um.

Führung schafft dafür Orientierung, unterstützt die Umsetzung und sorgt für Klarheit über Ziele und Erwartungen.

ENTWICKELN

WACHSEN

Menschen lernen, erweitern ihre Kompetenzen und passen ihr Handeln an neue Anforderungen an.

Führung unterstützt dafür Entwicklung, Lernen und Anpassungsfähigkeit.

Was hinter der „2“ steckt

Führung bedeutet auch, Beziehungen zu gestalten. In diesen Beziehungen treffen unterschiedliche Erwartungen aufeinander.

Organisationen brauchen Leistung, Verantwortungsübernahme und Entwicklung. Mitarbeitende brauchen zugleich Bedingungen, unter denen sie diese Erwartungen erfüllen können.

Die „2“ in »3×2« steht deshalb für zwei Perspektiven jeder Führungsaufgabe: Fordern und Fördern.

FORDERN

DIE INTERESSEN DER ORGANISATION IM BLICK BEHALTEN

Führung formuliert Erwartungen, schafft Verbindlichkeit und richtet Handeln auf gemeinsame Ziele und Anforderungen aus.

FÖRDERN

DIE VORAUSSETZUNGEN AUF SEITEN DER MITARBEITENDEN BERÜCKSICHTIGEN

Führung unterstützt, schafft geeignete Rahmenbedingungen und hilft Menschen dabei, ihre Aufgaben wirksam wahrzunehmen und sich weiterzuentwickeln.

Wirksame Führung verbindet beide Seiten. Wer Verantwortung erwartet, muss beispielsweise auch betrachten, welche Ressourcen, Unterstützung oder Kompetenzen dafür erforderlich sind.

»3×2« greift damit das Geben und Nehmen in Führungsbeziehungen auf und ordnet Führungspraktiken danach, wie sie organisationale Anforderungen und die Anliegen von Mitarbeitenden miteinander verbinden.

Sechs Führungspraktiken geben Orientierung

Aus drei Führungsaufgaben und zwei Perspektiven entstehen sechs Führungspraktiken.

Sie bilden keinen festen Ablauf und kein Rezept für gute Führung. Sie schaffen eine gemeinsame Sprache, mit der Führungskräfte ihre Situation einordnen und ihr Führungsverhalten bewusst gestalten können.

Das »3×2«-Modell der interpersonellen Führung

Das vollständige Modell beschreibt für jede dieser Praktiken konkrete Verhaltensweisen und Anwendungsmöglichkeiten. Diese Detailtiefe findet Du in unserem Whitepaper.

Führung lässt sich nicht auf einen Stil reduzieren

Transformationale Führung, Servant Leadership, Empowering Leadership oder Agile Leadership setzen unterschiedliche Schwerpunkte.

»3×2« fügt dieser Landschaft nicht einfach einen weiteren Führungsstil hinzu. Das Modell ordnet unterschiedliche Führungsperspektiven und Praktiken in einem gemeinsamen Rahmen.

Dabei verbindet »3×2« drei Ebenen:

WOFÜR wird Führung gebraucht?
WAS können Führungskräfte konkret tun?
WIE sollten Führungspraktiken in einer bestimmten Situation zusammenspielen?

So lässt sich ein Führungsstil nicht als starres persönliches Muster verstehen, sondern als situative Kombination verschiedener Führungspraktiken. Auch die bestehende cidpartners-Darstellung beschreibt »3×2« als integratives und situativ anpassbares Modell.

Welche Führung braucht die Situation?

Nicht jede Führungssituation braucht dieselbe Kombination der sechs Praktiken.

Arbeitsumfelder unterscheiden sich darin, wie klar Ziele und Vorgehensweisen sind, wie schnell sich Anforderungen verändern und wie viel Wissen darüber vorhanden ist, wie ein gewünschtes Ergebnis erreicht werden kann.

»3×2« hilft, diese Unterschiede einzuordnen und Führungspraktiken entsprechend zu gewichten.

In stabileren Arbeitsumfeldern ist häufig gut bekannt, wie ein gewünschtes Ergebnis erreicht werden kann.

Führung kann hier stärker auf gemeinsame Ausrichtung, klare Erwartungen und eine verlässliche Umsetzung fokussieren. Beziehung, Motivation und Entwicklung bleiben relevant, müssen aber nicht in jeder Situation gleich stark im Vordergrund stehen.

Wo bewährte Vorgehensweisen nicht mehr zuverlässig ausreichen, müssen Mitarbeitende und Teams stärker selbst entscheiden, lernen und ihr Vorgehen anpassen.

Führung braucht dann neben Orientierung auch mehr Ermöglichen, Befähigen und Raum für eigenständiges Problemlösen.

Bei neuartigen Aufgaben ist der richtige Weg häufig noch nicht bekannt.

Führung kann dann Bedingungen schaffen, unter denen kritisches Denken, Experimentieren und Lernen möglich werden, ohne dass die gemeinsame Richtung verloren geht.

In derselben Organisation können sehr unterschiedliche Bedingungen herrschen.

Ein Bereich arbeitet mit etablierten Prozessen, während ein anderer unter hoher Unsicherheit neue Lösungen entwickeln muss. »3×2« bietet für beide Situationen dieselbe Landkarte, ohne daraus dieselbe Führung abzuleiten.

Unser Whitepaper beschreibt diese situative Logik anhand unterschiedlicher Grade von Komplexität, Dynamik und Prozesswissen.

»3x2« als Grundlage für Leadership bei cidpartners

»3×2« ist für uns nicht nur ein Modell zur Beschreibung von Führung. Es bildet einen gemeinsamen Bezugsrahmen für unterschiedliche Fragen unserer Leadership-Arbeit.

Führungskräfte­entwicklung gestalten

Mit »3×2« lassen sich Entwicklungsfelder strukturieren und Trainings, Coaching oder umfassendere Entwicklungsprogramme entlang einer gemeinsamen Führungslogik gestalten.

Die sechs Praktiken bilden dabei keinen Standardlehrplan. Je nach Ausgangslage können unterschiedliche Aspekte im Mittelpunkt stehen.

Führung reflektieren

»3×2« schafft einen Bezugsrahmen, mit dem Führungskräfte das eigene Verhalten, Stärken und Entwicklungsfelder strukturiert betrachten können.

Dafür steht unter anderem das »3×2« Leadership Self-Assessment zur Verfügung. Es unterstützt dabei, die eigene Führungspraxis zu reflektieren und persönliche Entwicklungsziele abzuleiten.

Spezifische Führungsfragen vertiefen

Auf Basis von »3×2« lassen sich bestimmte Anforderungen an Führung genauer betrachten.

Beim Align-Empower-Modell agiler Führung werden dieselben sechs Führungspraktiken beispielsweise danach eingeordnet, wie sie unter hohen Agilitätsanforderungen Alignment und Empowerment unterstützen.

Leadership vertiefen

Das »Align – Empower« Modell agiler Führung

»3x2« Leadership Self-Assessment

»3x2« im cidPodcast

Häufig gestellte Fragen

»3×2« ist ein integratives Leitmodell für die interpersonelle Führung von Mitarbeitenden und Teams.

Es verbindet drei grundlegende Führungsaufgaben mit zwei Perspektiven auf Führung und ordnet daraus sechs Führungspraktiken.

Das Modell hilft, Führung ganzheitlich zu betrachten und je nach Situation unterschiedliche Praktiken in den Vordergrund zu stellen.

Die 3 steht für die drei Führungsaufgaben Binden, Steuern und Entwickeln.

Die 2 steht für zwei Perspektiven auf diese Aufgaben: Fordern und Fördern.

Daraus entstehen sechs Führungspraktiken: Motivieren, Vorleben, Ermöglichen, Fokussieren, Befähigen und Innovieren.

Interpersonelle Führung bezeichnet die direkte Führung von Mitarbeitenden und Teams.

Im Mittelpunkt stehen die Beziehungen und Interaktionen, über die Führungskräfte Engagement, Leistung, Lernen und Entwicklung beeinflussen.

Strategieentwicklung, Unternehmenssteuerung oder strukturelle Organisationsentscheidungen sind damit nicht der eigentliche Gegenstand von »3×2«.

Fordern richtet den Blick darauf, was Organisation und Aufgabe von Mitarbeitenden und Teams verlangen.

Fördern betrachtet, welche Unterstützung, Rahmenbedingungen und Entwicklung Menschen brauchen, um diesen Anforderungen gerecht werden zu können.

Wirksame Führung verbindet beide Perspektiven.

Nein.

»3×2« schreibt keinen bestimmten Führungsstil vor. Es stellt ein Repertoire von sechs Führungspraktiken bereit, die abhängig von der jeweiligen Situation unterschiedlich kombiniert und gewichtet werden können.

Ein Führungsstil lässt sich innerhalb des Modells deshalb als situative Kombination dieser Praktiken verstehen. Die aktuelle cidpartners-Darstellung beschreibt genau diese flexible und situative Logik.

Ja.

Das Modell wurde gerade deshalb integrativ angelegt, weil unterschiedliche Führungskonzepte jeweils andere Aspekte von Führung betonen.

»3×2« bietet einen gemeinsamen Bezugsrahmen, mit dem sich diese Ansätze einordnen und je nach Führungsanforderung miteinander verbinden lassen.

Situativ bedeutet, dass die konkrete Kombination von Führungspraktiken vom Kontext abhängt.

Stabile Aufgaben mit bekannten Vorgehensweisen stellen andere Anforderungen an Führung als dynamische, komplexe Situationen, in denen Lösungen erst entwickelt werden müssen.

»3×2« bleibt dabei dieselbe Landkarte. Was sich verändert, ist die Gewichtung der Führungspraktiken.

Nicht in jeder Situation in gleichem Maß.

Die sechs Praktiken bilden ein Repertoire. Welche davon besonders wichtig sind, hängt von Aufgabe, Mitarbeitenden, Team und Arbeitsumfeld ab.

Gerade diese situative Anpassbarkeit gehört zu den zentralen Merkmalen von »3×2«.

»3×2« kann genutzt werden, um Entwicklungsbedarfe zu strukturieren, ein gemeinsames Führungsverständnis aufzubauen und Inhalte für Trainings, Coaching, Feedback oder umfassendere Leadership-Programme auszuwählen.

Das Guidebook nennt ausdrücklich die Gestaltung von Entwicklungsprogrammen sowie Kriterien für Leadership-Feedback und Assessment als Einsatzfelder.

»3×2« ist das übergreifende Leitmodell für interpersonelle Führung.

Agile Leadership greift auf dieselben sechs Führungspraktiken zurück, stellt aber eine spezifischere Frage: Wie lassen sich unter hohen Agilitätsanforderungen Alignment und Empowerment miteinander verbinden?

Das Align-Empower-Modell ist damit eine spezifische Anwendung des breiteren »3×2«-Rahmens.

Ja.

Das »3×2« Leadership Self-Assessment unterstützt Führungskräfte dabei, ihre eigene Führungspraxis zu reflektieren und persönliche Entwicklungsfelder zu bestimmen.

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