Implizites Wissen explizit machen

Implizites Organisationswissen aktivieren und mit KI zugänglich machen

Wissen ist ein Wettbewerbsvorteil. Implizites Wissen steckt in Köpfen, Routinen und Erfahrungen. Wenn Organisationen es sichtbar machen und KI bei der Nutzung unterstützt, wird wertvolles Erfahrungswissen für mehr Menschen zugänglich.

Wie das konkret aussehen kann, findest Du unten. Gerne können wir darüber unverbindlich sprechen.

Damit Erfahrungs­wissen die Qualität von KI sichert

Wenn KI in einer Organisation eingesetzt wird, wirken die Ergebnisse anfangs überzeugend. Texte klingen professionell, Analysen sehen sauber aus. Doch mit der Zeit entsteht eine Verschiebung, die schwer zu erkennen ist: Die Ergebnisse passen immer weniger zu dem, was Menschen als fachlich stimmig oder qualitativ hochwertig einschätzen. Routinen, Nuancen und Entscheidungswege gehen verloren oder verzerren sich.

Die Ursache liegt selten in der Technologie selbst, sondern im fehlenden Erfahrungswissen. KI kennt Denklogiken, Qualitätsmaßstäbe und organisational geprägte Routinen nicht. Sie imitiert Sprache, versteht aber nicht, warum Entscheidungen so getroffen werden, wie sie getroffen werden. Dadurch entsteht ein schleichender Qualitätsverlust, der oft erst sichtbar wird, wenn bereits Zeit und Energie investiert wurden.

Damit KI organisationsspezifische Qualität berücksichtigen kann, müssen relevante Entscheidungslogiken, Qualitätsmaßstäbe und Erfahrungen zunächst explizit und zugänglich werden.

So aktivierst Du mit uns implizites Wissen

Relevantes Wissen identifizieren

Du schaust auf Erfahrungswissen, Routinen und Entscheidungswege und klärst, wo Wissen heute an einzelne Personen, Teams oder Abläufe gebunden ist. Wir helfen Dir, Zusammenhänge zu strukturieren und herauszuarbeiten, welches Wissen für andere zugänglich werden soll.

Entscheidungslogiken sichtbar machen

Du übersetzt Erfahrungen in nachvollziehbare Prinzipien, Kriterien und Beispiele. Wir spiegeln und schärfen mit Dir die zugrunde liegenden Muster und Qualitätsmaßstäbe, damit sie auch für andere verständlich und anwendbar werden.

Wissen nutzbar
machen

Du bringst die gewonnenen Erkenntnisse in Prozesse, Entscheidungen und Zusammenarbeit. Wir begleiten den Praxistransfer und unterstützen Dich dabei, das Wissen so aufzubereiten, dass Mitarbeitende und KI-Anwendungen im Arbeitsalltag darauf zugreifen können.

Was Du durch unsere Begleitung beim Explizit machen von Erfahrungs­wissen erreichst

Erfahrungswissen bleibt verfügbar, auch wenn Personen wechseln

Das ist stärker, weil die Aussage auch ohne den restlichen Seitenkontext eindeutig verständlich bleibt. Genau das ist für Liquid Content wichtig: einzelne Bausteine sollten auch isoliert korrekt zugeordnet werden können.

Gemeinsame Qualitätsmaßstäbe werden greifbar

Kriterien, die erfahrene Mitarbeitende bisher intuitiv anwenden, werden explizit und können von anderen nachvollzogen und genutzt werden.

Entscheidungen werden nachvollziehbarer

Entscheidungslogiken und Abwägungen werden sichtbar. Dadurch können andere besser verstehen, welche Kriterien in einer bestimmten Situation relevant sind.

KI kann organisationsspezifisches Wissen berücksichtigen

KI-Anwendungen erhalten Zugriff auf relevante Entscheidungslogiken, Qualitätskriterien und Beispiele aus der Organisation und können diesen Kontext in der Anwendung berücksichtigen.

Erfahrungswissen erreicht mehr Menschen

Wissen aus einzelnen Köpfen oder Teams wird für weitere Bereiche zugänglich und kann dort eingesetzt werden, wo vergleichbare Aufgaben und Entscheidungen entstehen.

Wissen bleibt anschlussfähig

Explizites Wissen lässt sich überprüfen, ergänzen und an neue Erfahrungen oder veränderte Anforderungen anpassen.

Wo könnte es sich für Deine Organisation lohnen, Erfahrungswissen explizit zu machen? In einem 30-minütigen unverbindlichen Gespräch schauen wir auf Deine Ausgangslage und skizzieren, wie ein sinnvoller nächster Schritt aussehen könnte.

Für wen ist es sinnvoll, implizites Wissen explizit zu machen?

Die Begleitung ist besonders relevant für Organisationen, in denen fachliche Urteilskraft und Erfahrungswissen eine wichtige Rolle spielen und für neue Aufgaben, Rollen oder KI-Anwendungen gezielt verfügbar werden sollen. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn:

  • dokumentierte Prozesse nicht erklären, wie mit Ausnahmen, Zielkonflikten oder schwierigen Einzelfällen umgegangen wird
  • Expert:innen vergleichbare Situationen unterschiedlich beurteilen und die Kriterien hinter diesen Einschätzungen geklärt werden sollen
  • Wissen aus einzelnen Bereichen, Standorten oder Rollen in andere Kontexte übertragen werden soll
  • neue Mitarbeitende oder Teams schneller Zugang zu erprobten Entscheidungslogiken und Qualitätsmaßstäben brauchen
  • KI-Anwendungen organisationsspezifische Kriterien, Abwägungen und fachliche Besonderheiten berücksichtigen sollen
  • KI auch bei Aufgaben unterstützen soll, bei denen Erfahrung, Einordnung und Urteilskraft entscheidend sind

Wie wir Organisations­wissen co-kreativ erschließen

Implizites Wissen lässt sich nur begrenzt von außen erfassen. Die fachliche Erfahrung liegt bei den Menschen in der Organisation. Wir helfen dabei, dieses Wissen sichtbar zu machen, zu strukturieren und für andere nutzbar zu übersetzen.

Wir arbeiten mit realen Entscheidungen, Grenzfällen und Qualitätsurteilen aus Deinem Arbeitsalltag. An ihnen wird sichtbar, welche Kriterien tatsächlich handlungsleitend sind und wo der jeweilige Kontext eine Rolle spielt.

Du und Deine Kolleg:innen beurteilen, was fachlich trägt. Wir helfen dabei, Annahmen, Kriterien und Abwägungen präzise auszudrücken und für andere nachvollziehbar zu machen.

Wir vergleichen unterschiedliche Einschätzungen und Entscheidungen. Gerade dort zeigen sich häufig verborgene Kriterien, Ausnahmen und Abwägungen, die für ein gemeinsames Verständnis relevant sind.

Wir betrachten Kriterien immer zusammen mit den Bedingungen, unter denen sie gelten. So wird deutlich, wann ein Maßstab trägt, wo Ausnahmen sinnvoll sind und welche Faktoren bei einer Entscheidung berücksichtigt werden müssen.

Wir prüfen das explizit gemachte Wissen im Praxistransfer an konkreten Aufgaben. Dabei zeigt sich, welche Kriterien tragen, wo zusätzlicher Kontext fehlt und was ergänzt oder präzisiert werden sollte.

Häufige gestellte Fragen

Priorität hat Erfahrungswissen, das für wiederkehrende Entscheidungen, Qualitätsbeurteilungen oder anspruchsvolle Einzelfälle relevant ist. Besonders sinnvoll ist die Explizierung dort, wo mehrere Menschen auf dieses Wissen angewiesen sind oder es künftig in KI-gestützten Arbeitsprozessen genutzt werden soll.

Prozesswissen beschreibt Abläufe, Regeln und vorgesehene Schritte. Implizites Wissen steckt häufig in der Beurteilung einer konkreten Situation: Erfahrene Mitarbeitende erkennen Ausnahmen, gewichten Kriterien und treffen Abwägungen, die sich aus einer Prozessbeschreibung allein nicht ableiten lassen.

Implizites Wissen lässt sich nicht vollständig in Regeln oder Dokumentationen übersetzen. Relevant ist deshalb eine gezielte Auswahl: Entscheidungslogiken, Qualitätskriterien, Erfahrungswerte und Kontextfaktoren werden dort explizit gemacht, wo sie für andere Menschen oder KI-Anwendungen einen konkreten Nutzen haben.

Explizites Erfahrungswissen kann beispielsweise als Qualitätskriterien, Entscheidungsprinzipien, typischen Fallkonstellationen, Ausnahmen oder konkreten Beispielen vorliegen. Welche Format sinnvoll ist, richtet sich danach, wer das Wissen später nutzt und in welcher Arbeitssituation es gebraucht wird.

Beteiligt werden sollten vor allem die Menschen, die über relevante fachliche Erfahrung verfügen und das Wissen im Arbeitsalltag anwenden. Je nach Fragestellung können unterschiedliche Rollen oder Perspektiven wichtig sein, insbesondere wenn Entscheidungen bisher unterschiedlich getroffen oder bewertet werden.

Eine konkrete technische Lösung ist keine Voraussetzung. Zunächst sollte geklärt werden, welches Erfahrungswissen für welchen Anwendungsfall relevant ist und in welcher Form es verfügbar sein muss. Daraus lässt sich anschließend ableiten, welche technische Unterstützung sinnvoll ist.

Der Aufwand hängt vor allem vom Umfang des Wissensfeldes, der Zahl der beteiligten Wissensträger:innen und dem geplanten Anwendungsfall ab. Ein klar abgegrenzter Entscheidungsbereich lässt sich fokussierter bearbeiten als Erfahrungswissen, das mehrere Rollen, Prozesse oder Organisationseinheiten umfasst.