Value Proposition Design

Wertversprechen entwickeln, die zu Kund:innen und Leistung passen

Value Proposition Design hilft Dir, Produkte, Services oder interne Leistungen so zu entwickeln, dass sie besser zu den Bedürfnissen der Kund:innen passen. Die Methode macht sichtbar, welche Aufgaben Kund:innen erledigen wollen, welche Probleme sie vermeiden möchten und welche Ergebnisse für sie wertvoll sind.

Darauf aufbauend können Teams zentrale Annahmen überprüfen, Nutzenversprechen gezielt schärfen und neue oder bestehende Angebote vor der Umsetzung mit Blick auf ihren Kund:innennutzen testen.

Value Proposition Design hilft Dir, Bedürfnisse der Kund:innen, Schmerzpunkte und Nutzenversprechen systematisch aufeinander abzustimmen.
Was du auf dieser Seite findest

Passt Value Proposition Design zu Deinem Vorhaben?

In einem unverbindlichen Gespräch ordnen wir Deine Ausgangssituation und die zentralen Fragen ein. Du erhältst eine erste Einschätzung, wofür sich Value Proposition Design in Deinem Fall eignet, wo seine Grenzen liegen und welcher nächste Schritt sinnvoll ist.

Value Proposition Design auf einen Blick

Einsatz: Team, Bereich, Organisation, Innovationsprojekt, Produktentwicklung, Serviceentwicklung, Angebotsentwicklung, Transformation 

Teilnehmende: Mitarbeitende, Führungskräfte, Produktteams, Serviceteams, Innovationsteams, Projektteams, Kund:innen oder ausgewählte Stakeholder 

Material: Value Proposition Canvas, Customer Profile, Value Map, Leitfragen, Annahmen über Kund:innen, Hypothesen, Tests, moderierte Ergebnisarbeit 

Ergebnis: geschärftes Wertversprechen, besseres Verständnis der Kund:innen, sichtbare Annahmen, erste Hypothesen zu Jobs, Pains, Gains, Pain Relievers und Gain Creators 

Value Proposition Design stellt die Perspektive der Kund:innen der eigenen Leistung systematisch gegenüber. Die Methode hilft zu verstehen, welche Aufgaben Kund:innen bewältigen möchten, welche Schwierigkeiten dabei entstehen und welche Ergebnisse für sie relevant sind.

Auf dieser Grundlage lässt sich untersuchen, wie gut ein Produkt, ein Service oder eine interne Leistung zu diesen Anforderungen passt. Die Value Proposition Canvas schafft dafür ein gemeinsames Denkmodell für Kund:innen und Wertangebot.

Mit Value Proposition Design kannst Du:

  • unterschiedliche Sichtweisen auf Kund:innen und Angebot zusammenführen
  • erkennen, welche Aspekte eines Angebots für Kund:innen besonders relevant sind
  • Lücken und Widersprüche zwischen Kund:innen und Wertangebot sichtbar machen
  • Entscheidungen über Produkt- und Serviceideen fundierter treffen
  • Entwicklungsaufwand auf die Aspekte konzentrieren, die für Kund:innen tatsächlich relevant sind
  • eine gemeinsame Grundlage für die weitere Produkt-, Service- oder Angebotsentwicklung schaffen

Typisches Ergebnis ist ein geschärftes Bild davon, welche Bestandteile eines Angebots weiterverfolgt, verändert oder genauer untersucht werden sollten.

Value Proposition Design ist besonders hilfreich in Situationen, in denen Entscheidungen über ein Angebot noch nicht ausreichend aus der Perspektive der Kund:innen getroffen werden können. Typische Einsatzfelder sind:

  • die Entwicklung neuer Produkte, Services oder interner Leistungen
  • die Weiterentwicklung bestehender Angebote, deren Nutzung oder Resonanz hinter den Erwartungen bleibt
  • Innovationsprojekte, in denen aus einer ersten Idee ein konkreteres Angebot entstehen soll
  • Produkt- und Serviceteams, in denen unterschiedliche Vorstellungen über Zielgruppen und Kund bestehen
  • interne Leistungen oder Veränderungsangebote, die sich an den Bedürfnissen bestimmter Nutzer oder Anspruchsgruppen orientieren sollen
  • frühe Entwicklungsphasen, in denen noch entschieden werden kann, welche Bestandteile eines Angebots weiterverfolgt werden

Value Proposition Design konzentriert sich auf die Passung zwischen Kund:innen und Wertangebot. Für Fragestellungen, die deutlich darüber hinausgehen, braucht es andere oder ergänzende Methoden.

Das gilt insbesondere, wenn:

  • ein vollständiges Geschäftsmodell einschließlich Partnern, Ressourcen, Kosten und Erlöslogik entwickelt werden soll
  • Marktgröße, Wettbewerb oder Marktattraktivität im Mittelpunkt der Untersuchung stehen
  • die wirtschaftliche Tragfähigkeit eines Vorhabens detailliert berechnet werden soll
  • technische Machbarkeit oder konkrete Produktarchitektur geklärt werden müssen
  • Usability und konkrete Nutzung eines bereits entwickelten Produkts getestet werden sollen
  • die operative Einführung oder Umsetzung eines fertigen Angebots geplant werden soll

Je nach Fragestellung lässt sich Value Proposition Design deshalb sinnvoll mit Business Model Generation, Design Thinking, Marktanalysen oder anderen Methoden kombinieren.

So funktioniert Value Proposition Design

Value Proposition Design arbeitet mit der Value Proposition Canvas. Die Value Proposition Canvas besteht aus zwei Seiten: dem Customer Profile und der Value Map. 

Das Customer Profile beschreibt die Kund:innenseite. Es zeigt, welche Aufgaben Kund:innen erledigen möchten, welche Probleme oder Risiken sie erleben und welche Ergebnisse sie erreichen wollen. 

Die Value Map beschreibt die Angebotsseite. Sie zeigt, welche Produkte und Services angeboten werden, welche Schmerzpunkte sie reduzieren und wodurch sie gewünschte Ergebnisse ermöglichen. 

Design-Thinking-Prozess mit den fünf Phasen Empathize, Define, Ideate, Prototype und Test.
Der Design-Thinking-Prozess führt von Verständnis und Problemklärung über Ideenentwicklung und Prototyping bis zum Test mit Nutzenden

Customer Jobs: Welche Aufgabe wollen Kund:innen erledigen? 

Customer Jobs beschreiben, was Kund:innen erreichen, erledigen oder lösen möchten. Diese Aufgaben können funktional, emotional oder sozial sein. 

Ein funktionaler Job kann eine konkrete Aufgabe sein. Ein emotionaler Job kann Sicherheit, Entlastung oder Vertrauen betreffen. Ein sozialer Job kann damit verbunden sein, wie Kund:innen von anderen wahrgenommen werden möchten. 

Value Proposition Design hilft, diese Aufgaben präziser zu unterscheiden. Dadurch wird klarer, welche Dimension eines Problems ein Angebot wirklich adressieren muss. 

Pains: Was belastet oder hindert Kund:innen? 

Pains beschreiben Probleme, Risiken, Frustrationen oder Hindernisse, die Kund:innen erleben. Dazu gehören Aufwand, Unsicherheit, Zeitverlust, fehlende Orientierung, Kostenrisiken oder negative Erfahrungen. 

Value Proposition Design hilft, Pains nicht allgemein zu beschreiben, sondern konkret auf Situationen und Nutzungskontexte zu beziehen. Das ist wichtig, weil ein Angebot nur dann relevant wird, wenn es spürbare Probleme reduziert. 

Gains: Welche Ergebnisse wünschen sich Kund:innen? 

Gains beschreiben positive Ergebnisse, Vorteile oder Wirkungen, die Kund:innen erreichen möchten. Dazu können Zeitgewinn, Klarheit, Sicherheit, bessere Entscheidungen, höhere Akzeptanz oder ein angenehmeres Nutzungserlebnis gehören. 

Value Proposition Design hilft, zwischen notwendigen, erwarteten und besonders attraktiven Ergebnissen zu unterscheiden. Dadurch wird sichtbar, welche Wirkung ein Angebot mindestens leisten muss und wo Differenzierung entstehen kann.

Products and Services: Was bietet die Organisation an? 

Products and Services beschreiben die konkreten Leistungen, Produkte, Services oder Formate, die angeboten werden. Diese Seite der Canvas sollte nicht isoliert betrachtet werden. 

Value Proposition Design prüft, ob die angebotenen Leistungen wirklich zu den Customer Jobs, Pains und Gains passen. Dadurch entsteht ein stärkerer Bezug zwischen Angebot und Bedarf.

Pain Relievers: Welche Probleme reduziert das Angebot? 

Pain Relievers beschreiben, wie ein Produkt oder Service konkrete Schmerzpunkte reduziert. Dazu gehören Vereinfachung, Risikoreduktion, Orientierung, Prozessentlastung oder Vermeidung von Fehlern. 

Value Proposition Design hilft, diese Entlastung nicht zu behaupten, sondern möglichst konkret zu beschreiben. Je klarer Pain Relievers formuliert sind, desto besser lassen sie sich später testen. 

Gain Creators: Welchen Nutzen erzeugt das Angebot? 

Gain Creators beschreiben, wie ein Angebot gewünschte Ergebnisse unterstützt oder ermöglicht. Sie zeigen, wodurch für Kund:innen ein erkennbarer Nutzen entsteht. 

Value Proposition Design hilft, Nutzenversprechen präzise zu formulieren. Ein gutes Nutzenversprechen zeigt, was für Kund:innen besser wird und warum das Angebot dafür relevant ist. 

Fit: Wann passen Angebot und Kund:innenprofil zusammen? 

Der Fit entsteht, wenn Value Map und Customer Profile sichtbar zueinander passen. Products and Services, Pain Relievers und Gain Creators müssen auf relevante Customer Jobs, Pains und Gains einzahlen. 

Value Proposition Design braucht dafür häufig mehrere Schleifen. Teams formulieren Hypothesen, prüfen sie mit Kund:innen oder Stakeholdern und passen das Wertversprechen weiter an.

Praxisbeispiele für Value Proposition Design

Ein Team möchte ein neues Serviceangebot entwickeln. Die erste Idee ist fachlich überzeugend, aber noch ist unklar, welche Zielgruppe den Service wirklich braucht. 

Mit Value Proposition Design beschreibt das Team zuerst die Customer Jobs. Danach sammelt es Pains und Gains aus Sicht der Kund:innen. Erst danach prüft das Team, welche Servicebestandteile wirklich dazu passen. 

Das Ergebnis ist ein geschärftes Wertversprechen. Das Team erkennt, welche Leistungsbestandteile relevant sind und welche Annahmen im nächsten Schritt getestet werden müssen. 

Ein HR-Bereich bietet ein internes Beratungsformat an. Die Nutzung bleibt hinter den Erwartungen zurück. Intern wird vermutet, dass das Angebot zu wenig sichtbar ist. 

Value Proposition Design hilft, genauer hinzuschauen. Das Team prüft, welche Aufgaben Führungskräfte tatsächlich erledigen wollen, welche Unsicherheiten sie erleben und welche Ergebnisse sie erwarten. 

Dabei kann sichtbar werden, dass nicht Sichtbarkeit das Hauptproblem ist. Vielleicht ist der Zugang unklar, der Nutzen nicht konkret genug beschrieben oder das Format passt nicht zu realen Entscheidungssituationen.

Ein Produktteam plant neue Features. Die Anforderungen wirken plausibel, weil sie aus internen Diskussionen stammen. 

Mit Value Proposition Design prüft das Team, welche Customer Jobs, Pains und Gains die Features adressieren. Danach werden Hypothesen formuliert und mit Kund:innen validiert. 

So kann das Team früh erkennen, welche Features wichtig sind, welche nur intern attraktiv wirken und welche Annahmen vor der Umsetzung belastbarer geprüft werden müssen. 

Häufig gestellte Fragen

Value Proposition Design ist eine Methode zur Entwicklung und Prüfung von Wertversprechen. Value Proposition Design hilft Teams, Bedürfnisse der Kund:innen, Probleme, gewünschte Ergebnisse und eigene Leistungsbestandteile systematisch aufeinander zu beziehen. 

Die Value Proposition Canvas ist eine Arbeitsvorlage mit zwei Seiten. Das Customer Profile beschreibt Customer Jobs, Pains und Gains. Die Value Map beschreibt Products and Services, Pain Relievers und Gain Creators. 

Value Proposition Design hilft, wenn Produkte, Services oder interne Leistungen entwickelt, geschärft oder überprüft werden sollen. Die Methode eignet sich besonders, wenn Bedürfnisse der Kund:innen noch nicht ausreichend verstanden oder nur vermutet werden. 

Value Proposition Design hilft Teams, ein gemeinsames Verständnis für Kund:innen und Nutzenversprechen zu entwickeln. Die Methode macht Annahmen sichtbar, strukturiert Diskussionen und schafft eine Grundlage für Tests und Entscheidungen. 

Value Proposition Design kann allein genutzt werden, um erste Gedanken zu strukturieren. Die volle Wirkung entsteht meist im Team, weil unterschiedliche Perspektiven auf Kund:innen, Leistung, Umsetzung und Markt sichtbar werden. 

Begleitung ist sinnvoll, wenn die Value Proposition Canvas nicht nur ausgefüllt, sondern zur Klärung und Prüfung eines Wertversprechens genutzt werden soll. Moderation hilft, Annahmen zu schärfen, Perspektiven der Kund:innen ernst zu nehmen und nächste Tests abzuleiten. 

Value Proposition Design ist weniger geeignet, wenn die Lösung bereits feststeht, keine Perspektive der Kund:innen einbezogen werden soll oder keine Folgearbeit geplant ist. Die Methode braucht Offenheit, Iteration und die Bereitschaft, Annahmen zu prüfen. 

Ein typisches Ergebnis von Value Proposition Design ist ein geschärftes Wertversprechen mit klaren Hypothesen zu Customer Jobs, Pains, Gains, Products and Services, Pain Relievers und Gain Creators. 

Value Proposition Design bei cidpartners

Wir arbeiten seit vielen Jahren mit Value Proposition Design und setzen die Methode in unterschiedlichen Beratungs- und Entwicklungskontexten ein. Dabei nutzen wir sie nicht nur für Produkte und Services, sondern auch für interne Leistungen und Veränderungsangebote, bei denen unterschiedliche Anspruchsgruppen und organisationale Rahmenbedingungen berücksichtigt werden müssen.

Je nach Anliegen verbinden wir Value Proposition Design mit Business Model Generation, Design Thinking, Strategie und Organisationsentwicklung. So können Perspektiven auf Kund:innen und Nutzer:innen mit wirtschaftlichen, strategischen und organisationalen Fragen zusammengeführt werden.

Unsere Erfahrung zeigt: Besonders wertvoll wird die Methode, wenn unterschiedliche Perspektiven auf ein Angebot zusammenkommen und gemeinsam geklärt werden muss, welches Wertversprechen unter den konkreten Bedingungen der Organisation tatsächlich trägt.

Rechtlicher Hinweis

Value Proposition Design ist der Titel des Buches von Alexander Osterwalder, Yves Pigneur, Greg Bernarda und Alan Smith. Die Value Proposition Canvas ist ein von Strategyzer veröffentlichtes Werkzeug.  

Lass uns reden

Frischer Impuls gefällig? Wir hören zu und denken mit. Unverbindlich. Auch eine große Herausforderung ist geteilt nur halb so schwer.
Schreib uns eine Nachricht, ruf uns an oder buche Deinen Wunschtermin.