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Team Management System (TMS)
Team Management System (TMS) ist eine Methode zur toolgestützten Team- und Persönlichkeitsentwicklung. Sie macht sichtbar, welche Arbeitsfunktionen ein Team braucht und welche Arbeitspräferenzen einzelne Teammitglieder mitbringen.
Die Methode hilft Dir, Zusammenarbeit genauer zu verstehen, wenn Aufgaben ungleich verteilt sind, bestimmte Arbeitsbereiche wenig Beachtung finden oder ein Team seine Leistung gezielter entwickeln möchte.
TMS wird mit fachlicher Begleitung eingesetzt. Das Team Management Profil sollte durch qualifizierte oder akkreditierte Anwender:innen ausgewertet werden, damit Ergebnisse korrekt eingeordnet und verantwortungsvoll in konkrete Zusammenarbeit übersetzt werden.
Prüfe, wie Du TMS mit Deinem Team einsetzen kannst
Wenn Du TMS für ein bestehendes Team, ein neues Projektteam oder einen Teamworkshop nutzen möchtest, klären wir mit Dir, welcher Einsatz sinnvoll ist, wer beteiligt sein sollte und wie die Auswertung fachlich begleitet wird. Unverbindlich.
Team Management System auf einen Blick
Kurzsteckbrief
Einsatz: Team, Projektteam, Organisation
Teilnehmende: Teammitglieder, Führungskräfte, Projektteams oder ausgewählte Organisationseinheiten
Material: Onlinefragebogen, individuelles Team Management Profil (TMP), Auswertung, Team Management Rad, moderierte Ergebnisarbeit
Durchführung: Durch qualifizierte oder akkreditierte Fachpersonen aus den Bereichen TMS-Anwendung, Beratung, Coaching oder Training.
Ergebnis: individuelles Arbeitspräferenz-Profil, Teamprofil, gemeinsames Verständnis von Arbeitsfunktionen, blinden Flecken, Rollenbeiträgen und nächsten Schritten
Sinn und Zweck von Team Management System
Team Management System hilft Dir, Arbeitspräferenzen, Teamrollen und Arbeitsfunktionen im Team sichtbar und besprechbar zu machen.
Die Methode ist besonders hilfreich, wenn Zusammenarbeit verbessert, Aufgaben passender verteilt oder blinde Flecken in einem Team erkannt werden sollen. Sie schafft eine gemeinsame Grundlage, um über Beiträge, Stärken, Rollen und mögliche Entwicklungsschritte zu sprechen.
TMS eignet sich nicht als frei nutzbarer Selbsttest. Das Team Management Profil braucht eine fachliche Auswertung und eine moderierte Interpretation, damit Ergebnisse korrekt eingeordnet und verantwortungsvoll in Zusammenarbeit übersetzt werden.
Was bringt Team Management System?
Mit Team Management System kannst Du:
- Arbeitspräferenzen einzelner Teammitglieder sichtbar machen
- Teamrollen und Rollenbeiträge besser verstehen
- blinde Flecken in der Zusammenarbeit erkennen
- Arbeitsfunktionen im Team systematisch betrachten
- Aufgaben passender zu Interessen, Energie und Stärken verteilen
- Unterschiede im Arbeitsstil besprechbar machen
- Teamentwicklung mit konkreter Zusammenarbeit verbinden
- Hinweise für Projektbesetzung, Neueinstellungen oder Rollenklärung ableiten
Typisches Ergebnis ist ein klares Bild darüber, welche Arbeitsfunktionen im Team gut abgedeckt sind und welche weniger stark vertreten sind. Daraus entstehen Hypothesen zu Aufgabenverteilung, Zusammenarbeit, Ergänzungsbedarf und möglichen Entwicklungsschritten.
Team Management System geeignet für
Team Management System eignet sich für:
- bestehende Teams, die Zusammenarbeit und Wirksamkeit verbessern wollen
- neue Teams, die früh ein gemeinsames Verständnis über Rollen und Beiträge entwickeln möchten
- Projektteams, die Aufgaben und Arbeitsfunktionen bewusst verteilen wollen
- Führungskräfte, die Teamdynamiken und Arbeitspräferenzen besser verstehen möchten
- Organisationen, die Teamrollen in Entwicklungs- oder Veränderungsprozessen gezielt nutzen möchten
- Personal- und Organisationsentwicklungsbereiche, die Teams fundiert begleiten wollen
- Rekrutierungs- oder Besetzungsprozesse, wenn Arbeitspräferenzen im Kontext eines Teams betrachtet werden sollen
Die Methode eignet sich besonders dann, wenn unterschiedliche Arbeitsweisen im Team sichtbar werden, aber noch keine gemeinsame Sprache dafür vorhanden ist.
Du solltest Team Management System nicht als reine Selbstanwendung verstehen. Die Methode braucht eine saubere Vorbereitung, eine fachliche Auswertung und eine gemeinsame Interpretation.
Im Team ist TMS sinnvoll, wenn mehrere Perspektiven auf Zusammenarbeit, Aufgaben und Rollen sichtbar werden sollen. Begleitung hilft, wenn Ergebnisse nicht nur präsentiert, sondern verstanden und in konkrete Vereinbarungen übersetzt werden müssen.
Team Management System weniger geeignet, wenn
Team Management System ist weniger geeignet, wenn:
- nur ein schneller Persönlichkeitstest gesucht wird
- keine Bereitschaft besteht, Ergebnisse gemeinsam zu reflektieren
- Profile zur Bewertung einzelner Personen genutzt werden sollen
- Teamrollen als feste Zuschreibungen verstanden werden
- akute Konflikte zuerst geklärt werden müssen
- strukturelle Rollen- oder Führungsfragen ungelöst sind
- keine Folgearbeit vorgesehen ist
In diesen Fällen ist meist ein Klärungsgespräch, ein moderierter Workshop oder eine qualitative Voranalyse hilfreicher.
So funktioniert Team Management System
Team Management System nach Charles Margerison und Dick McCann geht von einer zentralen Frage aus: Was macht Teams erfolgreich und welche Stolpersteine hindern Teams daran, erfolgreich zu sein?
Aus der Untersuchung erfolgreicher Teams entstand das Rad der Arbeitsfunktionen. Es beschreibt acht Arbeitsfunktionen, die Teams für wirksame Zusammenarbeit abdecken sollten: Beraten, Innovieren, Promoten, Entwickeln, Organisieren, Umsetzen, Überwachen und Stabilisieren.
Ein typisches Projekt beginnt häufig mit Beraten. In dieser Funktion geht es darum, Informationen zu beschaffen und weiterzugeben. Beim Innovieren entstehen neue Ideen, Experimente und erste Ansätze.
Beim Promoten werden Ansätze weiter erkundet und andere Menschen dafür gewonnen. Beim Entwickeln wählt das Team aus verschiedenen Möglichkeiten aus, was tragfähig erscheint und weiterverfolgt werden soll.
Beim Organisieren plant das Team die Umsetzung und legt nächste Schritte fest. Beim Umsetzen entstehen konkrete Produkte, Leistungen oder Ergebnisse. Beim Überwachen prüft das Team Qualität, Fortschritt und Verbesserungsmöglichkeiten. Beim Stabilisieren betrachtet das Team Standards, Werte, Prozesse und Zusammenarbeit.
In der Mitte des Modells stehen die Fähigkeiten, Arbeitsfunktionen miteinander zu verbinden. Dazu gehören konkrete und weiche Kompetenzen, die nicht nur bei Führungskräften liegen sollten, sondern im besten Fall im gesamten Team vorhanden sind.
Arbeitspräferenzen unterscheiden sich
Team Management System betrachtet nicht nur Arbeitsfunktionen, sondern auch Arbeitspräferenzen. Margerison und McCann untersuchten, ob Persönlichkeitsmerkmale darauf schließen lassen, mit welchen Arbeitsfunktionen sich Menschen gerne beschäftigen.
Auf Basis der Arbeiten von Carl Gustav Jung entwickelten sie vier für Teamarbeit relevante Schlüsselbereiche und einen Fragebogen, der Arbeitspräferenzen messbar macht. Daraus lassen sich Arbeitspräferenz-Typen ableiten.
Diese Typen sind nicht besser oder schlechter. Sie helfen, Unterschiede im Team sichtbar und besprechbar zu machen.
Der Zusammenhang ist für Teamarbeit relevant: Menschen arbeiten häufig gern in bestimmten Arbeitsfunktionen. In diesen Bereichen entwickeln sie schneller Fähigkeiten, weil sie dort mit mehr Energie und Interesse arbeiten. Daraus entstand das Modell der Teamrollen.
Das Team Management Profil
Aus dem Team Management System entstand das Team Management Profil, kurz TMP. Im Onlinefragebogen bestimmen Kolleg:innen individuell ihre Arbeitspräferenzen.
Das Ergebnis ist ein individueller Bericht. Dieser Bericht sollte fachlich begleitet ausgewertet werden. Die Auswertung hilft, Ergebnisse nicht als feste Zuschreibung zu verstehen, sondern als Gesprächsgrundlage für Aufgaben, Rollen, Zusammenarbeit und Entwicklung.
Werden die Berichte aller Teammitglieder gemeinsam betrachtet, entsteht ein Überblick darüber, welche Arbeitsfunktionen im Team gut abgedeckt sind und welche möglicherweise fehlen.
In einem begleiteten Workshop bespricht das Team, wie es mit diesen Erkenntnissen umgehen will. Die Analyse kann zeigen, welche Arbeitspräferenzen bei Neueinstellungen hilfreich wären. Sie kann auch sichtbar machen, ob Fortschritte durch eine veränderte Aufgabenverteilung zwischen Kolleg:innen möglich sind.
Warum TMS fachliche Begleitung braucht
TMS arbeitet mit individuellen Präferenzen, Teamrollen und gemeinsamen Mustern der Zusammenarbeit. Diese Ergebnisse können hilfreich sein, wenn sie sorgfältig eingeordnet werden.
Ohne fachliche Begleitung besteht das Risiko, dass Profile zu schnell als Etiketten genutzt werden. Dann wird aus einer Arbeitspräferenz eine vermeintlich feste Rolle. Das würde dem Nutzen der Methode nicht gerecht.
Eine qualifizierte Auswertung hilft dem Team, die Ergebnisse als Ausgangspunkt für Reflexion und konkrete Zusammenarbeit zu nutzen. Entscheidend ist nicht, Menschen festzulegen. Entscheidend ist, Aufgaben, Stärken, blinde Flecken und Entwicklungsmöglichkeiten gemeinsam zu klären.
Team Management System als PDF
Hier findest Du weitere Informationen zur TMS-Methode und zum Team Management Profil zum Download.
Praxisbeispiele für Team Management System
Ein neues Team startet in ein Projekt
Bei der Gründung eines neuen Teams oder beim Start eines Projekts hilft TMS bei der Standortbestimmung. Das Team kann prüfen, ob alle relevanten Arbeitspräferenzen vorhanden sind, ob blinde Flecken bestehen und wer das Team sinnvoll ergänzen könnte.
Die Methode unterstützt damit eine frühe Klärung, bevor Aufgabenverteilung und Zusammenarbeit sich ungeplant verfestigen.
Ein bestehendes Team will Zusammenarbeit verbessern
In bestehenden Teams kann das TMP Unterschiede sichtbar und besprechbar machen. Teammitglieder verstehen besser, wie andere arbeiten, welche Tätigkeiten ihnen leichtfallen und welche Beiträge bisher weniger sichtbar waren.
Die fachlich begleitete Auswertung kann Kommunikation verbessern, Talente sichtbar machen und konkrete Schritte für die Zusammenarbeit ermöglichen.
Aufgaben sollen besser verteilt werden
Wenn Arbeitsfunktionen im Team ungleich verteilt sind, kann TMS helfen, Aufgaben bewusster zuzuordnen. Dabei geht es nicht darum, Menschen fest auf Rollen zu reduzieren. Entscheidend ist, Arbeitspräferenzen als Hinweis zu nutzen, wo Energie, Interesse und Leistungsfähigkeit zusammenkommen können.
Teamentwicklung braucht einen gemeinsamen Bezugsrahmen
In Teamworkshops schafft TMS ein einfach verständliches Vokabular. Das Team kann über Arbeitsfunktionen, Präferenzen, blinde Flecken und konkrete Herausforderungen sprechen, ohne Unterschiede vorschnell zu bewerten.
So wird aus einem Profilinstrument ein gemeinsamer Arbeitsrahmen für Team- und Organisationsentwicklung.
Häufig gestellte Fragen
Was ist Team Management System?
Team Management System ist eine Methode zur Team- und Persönlichkeitsentwicklung. Sie macht sichtbar, welche Arbeitsfunktionen ein Team braucht und welche Arbeitspräferenzen einzelne Teammitglieder mitbringen.
Was ist das Team Management Profil?
Das Team Management Profil ist ein individuelles Profilinstrument innerhalb des Team Management Systems. Es basiert auf einem Onlinefragebogen und zeigt Arbeitspräferenzen einer Person in Bezug auf Teamarbeit.
Kann ein Team das Team Management Profil allein durchführen?
Das Team Management Profil sollte fachlich begleitet werden. Die Auswertung braucht eine qualifizierte oder akkreditierte TMS-Anwender:in, damit Arbeitspräferenzen nicht vorschnell bewertet oder falsch in feste Rollen übersetzt werden.
Was bringt Team Management System einem Team?
Team Management System hilft Teams, Arbeitspräferenzen, Teamrollen und mögliche blinde Flecken zu erkennen. Dadurch können Aufgaben, Zusammenarbeit und Entwicklungsschritte bewusster gestaltet werden.
Wann ist Team Management System sinnvoll?
Team Management System ist sinnvoll bei Teamworkshops, Teambuilding, neuen Teams, Projektstarts, Personalrekrutierung und Organisationsentwicklung.
Wie läuft die Arbeit mit dem Team Management Profil ab?
Kolleg:innen füllen einen Onlinefragebogen aus und erhalten einen individuellen Bericht. In der fachlich begleiteten Auswertung werden die Profile im Team betrachtet. Daraus leitet das Team konkrete Schritte für Zusammenarbeit, Aufgabenverteilung oder Entwicklung ab.
Warum sind Arbeitspräferenzen für Teamarbeit relevant?
Arbeitspräferenzen zeigen, welche Tätigkeiten Menschen gerne übernehmen. Wenn Menschen häufiger in Bereichen arbeiten, die ihren Präferenzen entsprechen, können sie ihre Fähigkeiten dort gezielter entwickeln und wirksamer zum Team beitragen.
Was zeigt das Teamprofil?
Das Teamprofil zeigt, welche Arbeitsfunktionen im Team gut abgedeckt sind und welche weniger stark vertreten sind. Dadurch werden Stärken, mögliche Lücken und Entwicklungsfelder sichtbar.
Kann Team Management System in der Organisationsentwicklung genutzt werden?
Ja. Das Modell der Arbeitsfunktionen und Teamrollen kann in der Organisationsentwicklung genutzt werden, um Teamkonstellationen, Zusammenarbeit und Anforderungen an Rollen oder Funktionen besser zu verstehen.
Team Management System bei cidpartners
Wir begleiten die Arbeit mit dem Team Management System in Teamworkshops, Teambuilding und Organisationsentwicklung. Der Fokus liegt darauf, Arbeitspräferenzen fachlich einzuordnen und mit Aufgaben, Zusammenarbeit und konkreten Herausforderungen im Team zu verbinden.
In Teamworkshops zeigt sich häufig, dass die Ergebnisse des Team Management Profils gut anschlussfähig sind. Das Vokabular ist einfach verständlich, die Konzepte sind eingängig und die Handlungsempfehlungen lassen sich auf aktuelle Teamsituationen beziehen.
Schon in einem eintägigen Teamworkshop können Kolleg:innen besser verstehen, wie andere im Team arbeiten und wo die jeweiligen Arbeitspräferenzen liegen. Talente, die vorher weniger sichtbar waren, können dadurch stärker in die Teamarbeit integriert werden.
In manchen Teams reicht ein einzelner Workshop nicht aus. Wenn mehrere Arbeitsfunktionen nicht gut abgedeckt sind, kann ein längerer Entwicklungsprozess sinnvoll sein. Auch diesen Prozess können wir mit TMS gestalten.