Identität von Unternehmen & Organisationen

Würden Sie einer Bank ihr Geld anvertrauen, über die Sie noch nie in der Zeitung gelesen haben? Die auf jedem Kontoauszug ihren eigenen Namen anders schreibt? Die jede Woche ihr Personal austauscht? Wahrscheinlich nicht. Denn die Bank versagt Ihnen auf diese Weise etwas, was für den zwischenmenschlichen Umgang unerlässlich ist: eine Identität. Eine Identität, die auch morgen noch Bestand hat. Ohne ein festes Bild von dem Institut, dem Sie ihr Geld anvertrauen, werden Sie keine Beziehung zu ihm aufbauen können. Ohne eine Beziehung aber ist Vertrauen unmöglich. Man könnte dies als Vertrauenskrise bezeichnen. Doch im Kern ist es eine Identitätskrise, die diese Bank zu bewältigen hätte.

Für die Menschen ist das Verfügen über eine spezifische Identität überlebenswichtig. Sie sorgt dafür, dass sie von anderen als einzigartig erkannt werden. Sie verleiht ihnen die Gestalt, mit der sie sich von anderen unterscheiden. Sie entsteht aus einer inneren Identität heraus, die dem Gegenüber solange verborgen bleibt, bis sie sich als äußere Gestalt zeigt. Nur ein Teil dessen, was die innere Identität ausmacht, ist erkennbar. Je nachdem, was man nach außen trägt, kann sich die Gestalt verändern. Doch das Typische der inneren Identität bleibt bestehen.

Das Konzept der Identität lässt sich auch auf Teams und Organisationen übertragen. Sie entwickeln sich über Jahre hinweg immer weiter, verfestigen dabei aber zugleich einige Eigentümlichkeiten als unverrückbaren Teil ihrer Identität. Diese stiften ein typisches Grundmuster, das auch von anderen identifiziert werden kann.

Um gegenüber Kunden und Mitarbeitern glaubwürdig zu sein, muss eine Identität sowohl in ihrem Fundament als auch in ihrer nach außen erkennbaren Gestalt dauerhaft als stimmig erlebt werden. Eine eindeutige Identität führt zur Wiedererkennung und bietet Kunden und Mitarbeitern Orientierung. Gepaart mit dem Vertrauen, das durch Identität entsteht, werden Unternehmen zu begreifbaren und erlebbaren Akteuren am Markt.

Unstimmigkeit hingegen erschwert es den Menschen, sich ein Bild von einer Organisation zu machen und führt deshalb zu Verunsicherung. Die Kunden verlieren ihr Vertrauen und die Organisationen zudem eine wichtige Entscheidungsgrundlage für die eigene Weiterentwicklung.

Um die Identität eines Teams oder einer Organisation zu beschreiben, muss man sich auf Spurensuche begeben. Sie zeigt sich besonders deutlich in wiederkehrenden Verhaltensmustern: Handlungen, die immer wieder vorgenommen werden; Regeln, die es explizit oder implizit zu befolgen gilt; Werte, die von allen geteilt werden; Rituale, die immer wieder vollzogen werden und für ein Team oder ein Unternehmen „typisch“ sind. Leitbildprozesse sind das Format, in dem die Spurensuche nach der Identität beginnt und an deren Ende die Identität in Form eines Leitbildes nach außen sichtbar wird.

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Picture: pexels-photo by Pexels under CC0 1.0.

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